Angelehnt an den Slogan „Jetzt am Kiosk“ und inspiriert von der Imbissbudenkultur bedient sich das Projekt „kiosque“ deren soziokulturellen Potentials und spürt so urbanistische Anliegen auf.
„kiosque“ wartet nicht, bis eine Aufgabe aufgezeigt wird, sondern agiert unmittelbar und handelt aus der Wahrnehmung von Möglichkeiten heraus. Das Instrument dazu ist eine mobile Einheit, die an verschiedenen Orten, deren Potential bisher verkannt oder unterschätzt wurde, auftaucht. Das Kommunikationsvehikel füllt, öffnet, erweitert und transformiert Leerräume, schafft im Vorhandenen Neues, produziert Öffentlichkeit und artikuliert damit neue Bedürfnisse und Anforderungen an die temporäre eingenommenen Räume. Alleine durch seine Anwesenheit und seine Funktion als mobile Imbissbude beginnt der „kiosque“ mit seinem Umraum und dessen BenützerInnen zu kommunizieren – Qualitäten und Defizite im Leer-Raum-Stadt-Raum können so spontan aufgezeigt werden.
Ein ausrangierter Steyr Daimler City Bus (Baujahr 1978) wird zu einem Einsatzfahrzeug zur Reanimierung von Orten transformiert. Um auf verschiedene Situationen reagieren zu können werden in das Vehikel unterschiedliche Funktionen als flexible Einbauten implementiert - das „Innenleben“ das kiosque soll prozesshaft wachsen.
> Akteure:
Clemens Bauder, Andreas Dworschak, Claus Ganzberger, Gregor Graf, Aron Rynda, Christoph Weidinger, Jörg Weidinger, Luis Wohlmuther, Jürgen Haller
Am 1. und 2. Juni ist der Kiosque Teil der Architekturtage 2012 in Steyr. Zentraler Ankerpunkt der Architekturtage ist die Uferzeile an der Enns am Rand des historischen Ensembles um den Stadtplatz. Eine architektonische Intervention setzt hier die Vision der Stadt als Wohn-Landschaft in die Tat um. Jung und alt, groß und klein sind eingeladen, zwei erlebnisreiche Tage am Enns-Kai zu verbringen. Das altvertraute Bild wird für 48h Stunden gegen eine bunt belebte Szene ausgetauscht. Die vom Autoverkehr befreite Fläche wird am Freitag bezogen und gemeinsam mit der Bevölkerung umgestaltet.
Seit 2004 verschrieb sich das CROSSING EUROPE Filmfestival Linz auch 2012 wieder dem eigenwilligen, zeitgenössischen und gesellschaftspolitischen AutorInnenkino aus Europa. Zu diesem Festival war der Kiosque eingeladen, Filme von lokalen und internationalen FilmemacherInnen außerhalb der gewohnten Spielstätten zu zeigen. Am 26. und 27. April machte der Kiosque daher im Hof des ehemaligen Zollamtsgebäudes, urbanen Raum zum Kino. Am Donnerstag spielte ab 22h KRTS (Project:Mooncircle / US) live. Dananch Dj ABBY LEE TEE (Shash Rec. / AT). Am Freitag drehte Dj Elwood als Freund des Hauses für uns die Plattenteller. Essen brachte der Wirt am Graben!
Montage 4. Sitz, Schutzgitter vorne, neue Position für Discokugel + 4 Strahler, lackieren des vorderen tragenden Rahmen, Montage von Türverriegelungen, Einbau des Erste-Hilfe-Kastens.
Technische Arbeiten von Aron und Jörg. Fotos Gregor
Besitzt man als AutofahrerIn eine gewisse Affinität zum eigenen Automobil, so muss es von Zeit zu Zeit gewaschen werden. Für die einen ist dieses Ritual ein notwendiges Übel, für andere aber viel mehr als nur eine lästige Pflichtübung. Aus Liebe zum Automobil wird an Wochenenden in Hauseinfahrten geschäumt, gebürstet, gesaugt, gewachst und poliert. Inmitten des überdimensionalen Kreisverkehrs, im Umfeld von Autobahn, Tunnel, Rampen und Tankstelle wird mit dem Angebot einer temporären Waschstraße für einige Stunden dem Autokult gefrönt und dem Thementriptychon Architektur – Mobilität – Infrastruktur nachgespürt.
Musikalischer Support: DJ Elwood
foto: esel
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foto: esel
Foto: esel
Wo: Kreisverkehr A7 Muldenstraße, 4020 Linz
Wann: 15. Juli 2011, 14:00 - 18:00
im Rahmen von DÉJÁ VU – Eine temporäre Bühne für den Alltag
Ein ausrangierter Steyr Daimler City Bus wird in fünf Akten in einen kiosque, ein Einsatzfahrzeug für das Aufsüren urbanistischer Anliegen, transformiert. Um auf verschiedene Situationen reagieren zu können, wird das Vehikel während des Ars Electronica Festivals 2010 jeden Tag unter einem bestimmten Aspekt frisiert - die neu implementierten Tools werden sofort in Betrieb genommen und gemeinsam mit den BesucherInnen erprobt